Diese harsche Kritik an Gleichklang erreichte mich vor kurzem. Ich antworte öffentlich, weil ich glaube, dass die Antwort für viele hilfreich ist.
- „Hallo, ernsthaft? Zwei Partnervorschläge völlig außerhalb meines Wohnortes, der eine VIER Stunden Fahrzeit von mir entfernt. Ich wohne in Hamburg in einem Ballungszentrum und ihr könnt mir niemand Ortsnahen vermitteln? Dazu habe ich hier keinerlei Möglichkeit, mir selbst Mitglieder auf eurer dubiosen Plattform anzusehen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Technik auf euren Seiten mehr als mangelhaft ist und lange nicht dem üblichen Standard entspricht. Das ist unterirdisch und geht gar nicht. 89,- Euro für nichts – das werde ich so nicht stehen lassen und mich sowohl an die Verbraucherzentrale, die Polizei und Staatsanwaltschaft als auch an die Presse wenden. DAS IST BETRUG. Ihr seid keine seriöse Plattform und müsst aus dem Verkehr gezogen werden.“
Öffentliche Antwort auf Ihre Zuschrift – Warum Ihre Kritik viele betrifft
Ich möchte Ihre Zuschrift zum Anlass nehmen, um Ihnen öffentlich zu antworten. Ich glaube nämlich, dass Ihre Zuschrift ein Grundproblem des heutigen Online-Datings widerspiegelt – ein Problem, das sich in dem oft zitierten Paradox zeigt:
- Obwohl scheinbar immer mehr Optionen bestehen, steigen die Raten unfreiwilliger Singles in den letzten Jahren an.
Ich erkenne in Ihrer Zuschrift eine Haltung, die Sie mit vielen teilen – eine Haltung, die durch die Dating-Apps mit ihrem endlosen Strom an Profilen täglich gefördert, vertieft und aufs Neue kreiert wird. Diese Haltung beruht leider auf einem grundlegenden Missverständnis der psychologischen Prinzipien echter Partnerfindung – und führt daher bei vielen Menschen, die ihr folgen, zu dauerhafter Partnerlosigkeit.
Ich würde mich freuen, wenn Ihnen meine Antwort hilft, diese Haltung als Problem zu erkennen und zu korrigieren. Denn wenn Ihnen dies gelingt, werden Ihre Aussichten für eine tragfähige partnerschaftliche Beziehung wachsen.
Ich gehe in diesem Artikel nicht auf Ihre Anmerkung zu unserer Technik ein, verweise aber gerne auf meinen vorherighen Blogartikel, wie sogenannte Benutzerfreundlichkeit in Wirklichkeit die Aussichten der Partnerfindung ruiniert.
Zum Thema „mehr als vier Stunden Fahrtzeit“
Ich habe mir erlaubt, mithilfe eines Postleitzahlen-Distanzrechners den tatsächlichen Fahrtweg zwischen Ihnen und den beiden Vorschlägen abschätzen zu lassen. Die Distanz des Straßenweges beträgt 64 Kilometer und 97 Kilometer. Die „vier Stunden Fahrtzeit“ sind also – wenn wir keine Fahrradzeit zugrunde legen – etwas übertrieben.
Wobei hinzukommt:
- Die beiden Vorgeschlagenen sind umzugs- und reisebereit. Es wäre also keineswegs von vornherein ausgemacht gewesen, dass Sie es sind, die die Fahrt absolvieren müssen
Ich sehe hinter Ihrer Überschätzung der Fahrtzeit nicht einfach nur eine Unachtsamkeit, sondern etwas anderes – und dies ist bereits das erste innere Problem, das eine Partnerfindung verhindern kann. Für mich wird deutlich:
- Eine negative Brille, die Vorschläge sofort abwertet und nicht einmal im Ansatz bereit ist, genauer hinzuschauen. Nach dem Motto: „Mehr als vier Stunden Fahrtzeit“ – und schon sind die Vorschläge erledigt.
Aber was ist ein Vorschlag?
- Ein Vorschlag ist keine Sache, sondern ein einzelner Mensch – ein Mensch, der eine Liebesbeziehung sucht und mit dem Sie womöglich solch eine Liebesbeziehung hätten beginnen können.
Die Konsumhaltung und ihre Folgen für die Liebe
Mit der negativen Brille assoziiert ist eine Anspruchshaltung in unserer heutigen superleichten Konsumwelt:
- Wir bestellen eine Ware im Internet – und sie wird uns an die Haustür geliefert. Natürlich sehen Sie das nicht explizit so, aber die Empörung über eine kleine Distanz zwischen Ihnen und den Vorgeschlagenen beruht implizit auf der Haltung, dass eine Online-Plattform Ihnen bitte den Partner frei Haus zu liefern habe – quasi wie bestellt. Und wenn das nicht geschieht, ist die Plattform offensichtlich unseriös.
Das inhaltliche Problem ist:
- Partnerfindung funktioniert so nicht. Wer mit dieser Haltung der Einfachheit und Bequemlichkeit an die Partnersuche herangeht, wird meistens niemanden finden – weil Menschen eben keine Ware sind, die praktisch geliefert werden kann und weil wir uns für Beziehungen müssen – energetisch, zeitlich etc.. Mit einer Haltung der Bequemlichkeit und der Externalisierung unserer Verantwortung („Plattform gebucht, Partner bestellt“) typischerweise nicht die notwendige Zeit, Sorgfalt, das Engagement und die innere Bereitschaft aufbauen können und werden, um eine Beziehung zu finden.
Sie sind mit Ihrer Haltung nicht allein
Wie gesagt, Sie stehen damit keineswegs allein. Sie teilen diese Haltung mit Millionen unfreiwilliger Singles – und sicherlich auch mit vielen Interessent:innen und Mitgliedern von Gleichklang. Der Soziologe Zygmunt Bauman hat diese Haltung in ihrer Tiefe untersucht und sie mit dem Begriff „Liquid Love“ benannt.
In unseren Gesellschaftsformen werden Beziehungen mehr und mehr zu Konsumgütern:
- Indem wir uns alle auf den Markt werfen und gleichzeitig schnelle Lieferung und einfaches Funktionieren erwarten, werden wir jedoch alle austauschbar. Beziehungen werden „liquid“, unverbindlich. Erwartungen sind nicht mehr romantisch, sondern markttechnisch-praktisch.
Der scheinbare Gewinn ist ein Verlust:
- Denn was verloren geht, ist die Tiefe der Liebe – und nicht weniger als die Liebe an sich. Denn in Wirklichkeit sind diese Ansprüche nicht dem Wesen der Liebe und auch nicht dem Wesen des Menschen gemäß. So bleiben wir Single – oder Beziehungen enden schnell in Unverbindlichkeit. Wenn 67 Kilometer zur unüberbrückbaren Grenze werden, gibt es keine Romantik mehr in unseren Beziehungsbemühungen. Und so entsteht auch nicht das Engagement, das die Liebe braucht.
Zwei Vorschläge sind keine Katastrophe
Sie haben Ihre Kritik nach einem Tag geschrieben – und ich kann Sie auch verstehen. Was für ein Kontrast zu einer x-beliebigen Dating-App, wo Sie sofort zahlreiche Profile gesehen hätten und nach jedem Einloggen neue sehen würden – oder sich dies zumindest durch kostenpflichtige Extra-Profile-Boosts jederzeit erzeugen könnten.
Ich denke, viele Leser:innen werden da auch im ersten Eindruck Ihre Empörung sofort nachvollziehen können.
Bei Gleichklang sehen wir allerdings keinen Unterschied in den Vermittlungsaussichten von Profilen, die anfangs so wenige Vorschläge wie Sie oder viele mehr erhalten. Das Problem ist also keines, das die Partnerfindung blockiert – sondern es ist ein subjektives Problem, das sich aus einer Kollision mit Erwartungen ergibt.
Da scheint der Gedanke an Polizei, Staatsanwaltschaft und Presse fast näherzuliegen als der Versuch, mit einem dieser Vorschläge in Kontakt zu treten.
Chancen, die ungenutzt verstrichen sind
In Erinnerung ist mir eine ähnliche Zuschrift eines Mitglieds vor einigen Jahren, die ebenfalls unzufrieden war. Nur gab es in diesem Fall einen bemerkenswerten Unterschied:
- Dieses Mitglied hatte bei uns eine Partnerschaft gefunden, die fortbestand – war aber unzufrieden, weil sie nur wenige Vorschläge erhalten hatte. Die gesellschaftliche Konditionierung von „Partnersuche = viele Profile anschauen und auswählen können“ ist manchmal so tiefgreifend wirksam, dass selbst der Erfolg sie nicht mehr aufheben kann.
Ich habe mir jedenfalls die beiden Vorschläge angeschaut und mit Ihrem Profil verglichen:
- Ein Profil ist weitestgehend Ihr Zwilling – eine enorme Passung in jeder Art und Weise. Das andere Profil zeigt eine ganze Reihe an Übereinstimmungen, einige Unterschiede, jedoch keine einzige echte Inkompatibilität.
25 % unserer erfolgreichen Mitglieder hatten übrigens nur mit einer einzigen Person Kontakt – nämlich mit dem späteren Partner oder der späteren Partnerin. Mehr als 50 % hatten maximal zu fünf Personen Kontakt.
- Es sollte nicht übersehen werden, dass sich hinter diesen Profilen zwei Menschen verbergen, die beide sehr ernsthaft Partnerschaft suchen, die in allen Grundparametern eine gute Übereinstimmung mit Ihnen zeigen. Dies hätte zu einer Beziehung führen können.
Aber weil Sie sich so sehr über die Anzahl „nur zwei“ empörten und sich zugleich an den vermeintlichen vier Stunden Anfahrtszeit festhielten, konnten Sie die Menschen nicht mehr sehen, haben den Kontakt nicht ausgelotet und somit die Chancen verspielt, dass womöglich aus diesen „nur zwei“ eine Beziehung entstanden wäre.
Es kommt nämlich auch nicht selten vor, dass die allerersten Vorschläge zu einer Partnerschaft führen. Im Durchschnitt dauert die Suche zwei Jahre – aber manchmal auch nur wenige Tage. Und außerdem gibt es nicht wenige, die später noch einmal auf die allerersten Vorschläge schauen, Kontakt aufnehmen – und sodann mit dem Beginn einer Beziehung belohnt werden.
Vorschläge und ihre Bedeutung
Ich werde gleich noch erklären, warum es „nur zwei“ waren – und auch, was in der Zukunft gefolgt wäre. Aber bevor ich dies tue, möchte ich noch einmal auf die tatsächliche Essenz der Partnerfindung eingehen.
- Regelmäßige Leser:innen kennen dies bereits – wie alles, was ich heute schreibe. Aber Ihr Beispiel macht noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass wir dies immer wieder betonen müssen. Denn obgleich wir an alle unsere Interessenten solche Informationen wöchentlich versenden, sie in Blogartikeln, Videos und auf unserer Startseite präsentieren und transparent machen – gehen diese essenziellen Informationen doch an vielen vorbei.
Sie kamen zu Gleichklang, wussten aber offenbar nicht, wohin Sie kamen – und dachten vermutlich:
- „Das ist wie bei einer Dating_App.“
Nur dienen Dating-Apps nicht der Partnerfindung – das ist ein großes Missverständnis –, sondern es sind Plattformen, die Dating gamifizieren und das eigentliche Ziel der Partnerfindung durch ein Kurzzeitziel von Matches ersetzt, aus denen dann für die große Mehrheit niemals Beziehungen werden. Ein Match auf diesem Weg ist nicht viel näher bei einer Beziehung wie eine Fata Morgana in der Wüste beim Wasser. Trotzdem laufen die Durstigen immer wieder ihrer Fata Morgana hinterher.
Tatsächlich hat der Gamifizierungs-Prozess dazu geführt, dass sich eine weit verbreitete Vorstellung davon etabliert hat, wie Dating heutzutage ablaufen sollte.
Ein großer Teil unserer Arbeit besteht deshalb darin, zu erklären, dass wir bewusst anders funktionieren – und weshalb wir diesen anderen Weg gewählt haben.
Was Partnerfindung wirklich ist
Was aber ist Partnerfindung?
- Partnerfindung ist ein seltenes Ereignis, das nicht täglich durch Matches erzeugt oder rekapituliert werden kann oder muss. Bei monogamen Beziehungswünschen – wie bei Ihnen – braucht dieses Ereignis nicht mehrfach, sondern nur exakt einmal einzutreten. Tritt es ein, ist die Partnersuche beendet.
Das Ziel sind also nicht möglichst viele Vorschläge, Matches oder Chats. Das Ziel ist nur, dass dieser eine Mensch in Ihr Leben tritt und eine Beziehung entsteht. Dies kann bei zwei ebenso wie bei hundert Vorschlägen entstehen.
Bei zwei Vorschlägen haben wir den Vorteil, dass der „choice overload“ nicht eintritt, wir genauer hinschauen können, ernsthafter ausloten – und so aus dem Wenigen oft das Entscheidende machen können.
Bei hundert Vorschlägen besteht die Gefahr, dass wir vorschnell wegklicken, eine Ablehnungshaltung entsteht und die Hoffnung auf „noch etwas Besseres“ die Bindungsentscheidung blockiert.
Bei nur zwei besteht natürlich auch eine Gefahr, nämlich die, dass es wirklich – warum auch immer – nicht passt. Und dann tritt eine Phase ein, in der wir nichts tun, sondern nur abwarten können.
Ich weiß, dass das für viele belastend ist – aber es ist die Realität des Lebens, die wir durch die schöne Welt der Dating-Apps zwar verdecken, aber nicht aufheben können.
Sie haben Gleichklang bereits verlassen. Sie haben zu keinem der beiden Kontakt aufgenommen – und so können wir nicht wissen, ob womöglich bereits diese Vorschläge Ihnen den Weg ins Beziehungsglück geebnet hätten. Wenn nicht, hätte sich solch eine Beziehung womöglich im Verlauf aus anderen Vorschlägen ergeben, die es ja noch gegeben hätte.
Warum es genau zwei Vorschläge waren – und was gefolgt wäre
Wie wäre es eigentlich weitergegangen?
Nun:
- Zwei Vorschläge bedeuten tatsächlich, dass zum aktuellen Zeitpunkt lediglich zwei Mitglieder mit aktiver Partnersuche (also keine Vorschläge ausgesetzt oder Kategorien abgewählt) in allen durch Sie benannten Punkten jedenfalls so gut zu Ihnen passten, dass wir keine Barriere identifizieren konnten, die einer Beziehung zwischen Ihnen im Weg gestanden hätte.
Nehmen wir die hinzu, die ihre Suche nur temporär ausgesetzt haben (Urlaub, kurzzeitig andere Prioritäten, Kontaktvertiefung, aus der leider doch keine Beziehung wird), sowie die, die ihre Suchkriterien im Verlauf anpassen, wären Ihnen vermutlich noch zwei bis drei derzeit vorhandene Mitglieder zu einem späteren Zeitpunkt vorgeschlagen worden.
- Allerdings kommen auch täglich neue Mitglieder zu uns. Wenn man diese mit einkalkuliert, dürfte mit Ihren derzeitigen Suchkriterien im Laufe eines Jahres eine Zahl von insgesamt 10–12 Vorschlägen realistisch sein. Hätten Sie sich entschlossen, unsere moderaten Empfehlungen für Veränderungen der Kriterin umzusetzen (bei Beibehaltung aller inhatlich zentralen Kriterien), hätte sich die Vorschlagsanzhal vermutlich noch einmal verdoppelt.
Damit gehören Sie klar zur Gruppe der Gleichklang-Mitglieder mit wenigen und seltenen Vorschlägen – der es jedoch nicht seltener gelingt, auf der Basis dieser wenigen Vorschläge eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Ein Erfolgs-Schema hierfür können Sie sich auch in diesem Video anschauen.
Voraussetzung ist:
- Jeden Vorschlag ernst zu nehmen, zu erkennen, dass es sich um einen beziehungssuchenden Menschen handelt, den Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten miteinander auszuloten.
Partnerfindung ist kein bloßer Auswahlprozess, sondern ein Prozess des Auslotens, der mit jeder einzelnen Person auf Neue beginnt – und wobei bereits ab einer Person die Chance besteht, dass eine Beziehung beginnen kann. Wer diese Haltung einnimmt, wird auch mit wenigen Vorschlägen oftmals erfolgreich werden.
Nur ist dies so konträr zur Dating-Welt und ihrer Werbung, dass bei Ihnen eher das Gefühl entsteht, Sie hätten es bei uns mit Kriminellen zu tun – als die Motivation, nun in den Auslotungsprozess einzutreten.
Kurz gesprochen:
- Ich halte es für keineswegs unwahrscheinlich, dass Sie bei uns eine Beziehung gefunden hätten.
Die Besonderheit Ihrer Suche – und warum Ihre Vorschläge so selten bleiben
Damit möchte ich nun aber auch noch einmal auf diese „nur zwei“ eingehen, um Ihnen und den Leser:innen verständlich zu machen, warum es eigentlich „nur zwei“ gewesen sind – und warum es auch künftig sehr wenige geblieben wären. Was – wie gesagt – gar nicht unbedingt schädlich sein muss:
Akzeptanz für Behinderung und Erkrankung
Die beiden Personen, die Ihnen vorgeschlagen wurden, hatten beide eine klare Akzeptanz für den Beginn einer Beziehung mit jemandem, der eine Behinderung und eine körperliche Erkrankung hat. Das ist eine völlig richtige Anforderung von Ihnen, da Sie sonst hätten mit Ablehnung rechnen müssen.
Während wir im Verlauf einer Beziehung meist damit umgehen lernen, wenn eine Behinderung oder Erkrankung entsteht, sagen sehr viele für den Beginn einer Beziehung unter diesen Voraussetzungen leider Nein. Das kann zu viel Verbitterung, Enttäuschung und Verletzung bei denen führen, die Behinderungen oder Erkrankungen haben.
Genau deshalb haben wir das Akzeptanz-Kriterium eingeführt – und wir sehen in unseren Daten, dass Mitglieder mit Erkrankungen oder Behinderungen bei uns dieselben Chancen auf eine Vermittlung haben wie alle anderen – auch wenn die Vorschlagsanzahl erheblich geringer ist.
Akzeptanz für Figur
Auch ein paar Pfund mehr waren für die beiden Vorgeschlagenen kein Ausschlusskriterium – was ich mir allgemein wünschen würde. Aber die Fixierung auf bestimmte Figurmerkmale ist weitverbreitet, wodurch auch viele Ausschlüsse entstehen.
Nun kommen bei Ihnen weitere durch eine besondere Konstellation hinzu:
Weder zusammen Wohnen noch Fernbeziehung
Sie möchten auf keinen Fall mit einem Partner zusammenwohnen, lehnen aber auch jede Form von Fernbeziehung komplett ab. Damit fallen zwei größere Gruppen für Sie weg:
- Männer, die in einer Beziehung zusammenleben wollen, und Männer, die gerne eine Fernbeziehung möchten. Die beiden Vorgeschlagenen haben auch diese beiden Kriterien erfüllt – also die Bereitschaft für ein Living Apart Together bei gleichzeitiger Bereitschaft, ggf. an den Wohnort der Partnerin zu ziehen.
Weitere Aspekte
Auch zahlreiche weitere Suchkriterien waren voll erfüllt:
- Die Akzeptanz für Ihre tierischen Gefährten, die bei Ihnen leben, das Fehlen eines Absolute-Beginer-Status oder auch das Fehlen einer materiell prekären Situation, die Sie beide dezidiert ausgeschlossen haben. (Das letztere Suchkriterium haben wir übrigens auf ausdrücklichen Wunsch von Männern in finanziell schwieriger Situation eingeführt, die vorher immer wieder Ablehnung erfuhren. Mehr können Sie nachlesen in meinem vorherigen Artikel “Mittellosigkeit und ungleiche Finanzen bei der Partnersuche”.)
- Sie stehen fast allen Religionen kritisch gegenüber und wollen diese ausschließen – auch hier ergab sich eine sehr gute Passung zu den zwei Vorgeschlagenen.
- Sie sind weder hochsensibel, noch können Sie sich eine Beziehung mit einer hochsensiblen Person vorstellen – erneut passte es gut.
- Ihr Partner muss mindestens 11 cm größer sein. Im Ergebnis liegen Sie nun bei vielen Männern, die infrage kämen, nicht mehr in deren Suchbereichen. Ausschlüsse sind nun einmal zweiseitig und wenn Sie viele Männer aufgrund ihrer Körpergröße ausschließen und selber eher klein sind, werden Sie von vielen Männern, die Sie nicht ausschließen, im Umkehrschluss ausgeschlossen. Wir empfehlen daher immer, die eigene Körpergröße in die Suche einzuschließen – auch deshalb, weil es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass unser Beziehungsglück tatsächlich von der Körpergröße von Partner:innen abhängt.
Ich könnte die Liste mit vielen weiteren Ausschlüssen fortsetzen, aber möchte nur noch einen Punkt erwähnen:
- Sie haben Ihre Suche auf zwei kleinere Bundesländer eingeschränkt.
Ich habe dazu bereits mehrfach geschrieben:
- Neuere Studien zeigen, dass beim Online-Dating die Vertrautheit von Paaren eher höher ist, wenn sie sich initial in größerer Entfernung kennengelernt haben.
- Wir selbst haben in unseren Daten mit Gleichklang-Paaren keinen Unterschied festgestellt in der Beziehungszufriedenheit und in der Stabilität der Beziehung in Abhängigkeit von der initialen Distanz.
Auch wenn wir alle uns dies anders vorstellen, zeigt das Ergebnis klar:
- Wenn wirklich Liebe entsteht, wenn eine echte Passung zwischen zwei Menschen für einen gemeinsamen Lebensweg besteht, ist die Entfernung irrelevant.
Die Bedeutung der inneren Bereitschaft
Solch eine Einschränkung der regionalen Suche bedeutet auch:
- Wir nehmen uns Möglichkeiten.
Das Hauptproblem ist dabei oft nicht die geringere Zahl an Vorschlägen, sondern die Tatsache, dass wir zugleich in uns selbst eine hyperpragmatische Haltung zu Liebe und Beziehung erzeugen, die mit einem romantischen Liebesideal schwer vereinbar ist und uns zusätzlich in eine innere Ablehnungshaltung treibt.
Womöglich haben Sie auch daher sofort eine „vierstündige Anfahrtsfahrt“ entdeckt:
- Weil die innere Bereitschaft für Beziehung mit allen ihren Konsequenzen in Wirklichkeit nicht ausreichend vorhanden ist. Die Sehnsucht mag da sein – aber Sehnsucht genügt nicht. Träumen wir, träumen wir oft umsonst, wenn wir die notwendigen Schritte nicht unternehmen, um unsere Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Partner:innen nach genauer Checkliste frei Haus am Wohnort geliefert – es klappt fast nie!
Vielleicht mag meine Argumentation nun widersprüchlich klingen:
- Einerseits sind „nur zwei Vorschläge“ kein Problem, andererseits empfehle ich nun, die regionale Suche zu erweitern – was ja zu mehr Vorschlägen führen würde.
Tatsächlich liegt meiner Empfehlung aber etwas anderes zugrunde:
- Die inhaltlich wichtigen Aspekte sollten wir konsequent einstellen – und dann ausschließlich darauf achten, ob eine echte Kompatibilität und ein gemeinsamer Lebensweg mit einer Person entstehen kann, ohne dass uns oberflächliche Merkmale wie Körpergröße oder Wohnort den Blick auf die Liebe verstellen.
In Ihrem Fall hätte dies wahrscheinlich zu einer spürbaren Zunahme an Vorschlägen geführt. Aber es geht nicht um die Zunahme um der Zunahme willen, sondern um die innere Haltung, mit der wir Potenziale erkennen.
Sie wären dennoch nicht mit Vorschlägen überflutet worden – und hätten genug innere und zeitliche Ressourcen, um jeden Vorschlag ernst zu nehmen, hinter jedem Vorschlag den Menschen zu sehen und in den notwendigen Prozess des Auslotens und des Kennenlernens einzutreten.
Meine Empfehlung wäre daher gewesen, wenigstens auch umzugsbereite Menschen mit in Ihre Suche einzubeziehen – und die Körpergröße entweder ganz zu streichen (als irrelevantes Merkmal) oder wenigstens noch Ihre eigene Größe mit in den Suchbereich aufzunehmen.
Zur Kommunikation mit unserem Team
Übrigens habe ich mir auch noch einmal die Kommunikation zwischen Ihnen und unserem Team angeschaut. Unser Team hatte Ihnen die Implikationen der verschiedenen Einstellungen von sich aus im Rahmen des Profilchecks erläutert – und Ihnen, ähnlich wie ich, Möglichkeiten benannt, bei konsequent inhaltlich passender Suche das Spektrum an Möglichkeiten zu erweitern, ohne in einen choice overload und schädliche Überflutung mit unpassenden Vorschlägen zu geraten.
Ich hätte mir gewünscht, Sie wären diesen Weg mit uns gegangen.
Gleichklang als Weg zu Beziehung
Gleichklang gibt es seit 19 Jahren – länger also als alle großen Dating-Apps. Wir sind eine Nischenplattform – und bleiben nach meiner Ansicht auch deshalb bestehen, weil wir die echte Partnerfindung und Begegnung vollständig in den Vordergrund stellen – und alle Aspekte von Spielerei und kurzfristiger Belohnung aus unserer Plattform bewusst fernhalten.
Wir sehen, dass durch dieses Vorgehen echte Beziehungen entstehen, die zudem deutlich stabiler sind, als dies nach vorliegenden repräsentativen Untersuchungen typischerweise zu erwarten wäre.
Wenn Sie diesen Artikel gelesen haben und bejahen können, glaube ich, dass Gleichklang die richtige Plattform für Sie ist – um Sie auf dem Weg zu echter Beziehung und sozialer Verbundenheit zu begleiten:
▶ Zur Beziehungssuche bei Gleichklang!
Was denken Sie zu dieser Thematik. Wir freuen uns über Ihre Kommentare!
Weitere Links:
Informationen zum Coaching:
Einzeltermine für ein Coaching können Sie jederzeit über meine Website vereinbaren. Wie überall gilt auch für das Coaching unser Grundsatz, dass bei Gleichklang niemand an finanziellen Engpässen scheitern soll. Das Coaching-Honorar kann daher ohne Probleme auch in niedrigen Monatsraten beglichen werden.
Hallelujah, was für eine Kritik!
Ich frage mich ja schon, ob Sie überhaupt beziehungsfähig ist, wenn Sie nach so kurzer Zeit so heftig reagiert.
So viele Ausschlusskriterien, da soll noch einer sagen, dass Frauen nicht wählerisch sind ;-). Keine Ahnung, wie oft ich bei diesen Kriterien ausgeschlossen worden bin.
Fairerweise muss ich aber sagen, dass ich diese Frau selber wahrscheinlich 2x ausgeschlossen hätte.
– Übergewicht
– Tierische Gefährten (Hunde / Katzen)
Interessanterweise werden diese beiden Ausschlusskriterien aber seit 2 Jahren immer wieder ignoriert. Die Kreuze sind richtig gesetzt, was ich mehrfach überprüft habe. Auch die Angaben der Frauen sind richtig, d.h. sie geben selber an, dass sie übergewichtig sind (Körpergewicht, Körpertyp und Figur).
Wie kommt es dann, dass sie mir trotzdem vorgeschlagen werden?
Zum Glück hat mich in der Beziehung noch nie jemand angeschrieben, weshalb ich noch keine Absage erteilen musste. Ich finde es aber trotzdem sehr unangenehm und möchte es vermeiden.
Ein erheblicher Anteil der Ausschlusskriterien ist durchaus nachvollziehbar und sinnvoll. Die beiden Kriterien, wo wir Änderungen vorschlagen würden, sind im Grunde nur “regionale Suche” und “Einschränkung der Körpergröße”. Ich glaube eher, dass hier einfach der Kontrast zu den Erwartungen und vielleicht auch den Erfahrungen mit Dating und den dann am ersten Tag sich zeigenden zwei Vorschlägen stark durch geschlagen hat.
Die Gewichtskriterien werden übrigens nicht ignoriert, aber anders gehandhabt. Da die Einteilung in die Kategorien subjektiv ist – also Personen mit der gleichen Figur sich beispielsweise in zwei aneinandergrenzenden Kategorien zuordnen können und dies auch reihenweise tun, werden aneinandergrenzende Kategorien grundsätzlich nicht ausgeschlossen, außerdem wird die Kategorie “dünn” nur ausgeschlossen, wenn die gesuchte Person mindestens “ein paar Pfunde mehr” haben soll. Diese Handhabung hat sich bei uns als die beste gezeigt, also die, die den Aufbau von Beziehungen besser fördert als, wenn wir hochgradig subjektive verwandte Kategorien, die zu strikten Ausschlüssen führen, strikt behandeln würden.
Sehr interessant. Das hat mich jetzt auch nochmal abgeholt inhaltlich. Ich bin erst seit kurzem wieder Mitglied hier und verstehe den Frust. Aber grundsätzlich auch die ganz andere Herangehensweise hier. Es ist einfach ein riesiger Unterschied zu der Überforderung auf anderen Dating-Plattformen. Danke für die facettenreiche Antwort
Der Unterschied ist wirklich groß und deshalb kann es oft zu Frustration kommen, aus der manche die falschen Schlüsse ziehen. Hoffnungsvoll ist aber, dass wir oft auch bei Mitgliedern, die Partnerschaft fanden, in der Anfangsphase Irritation sehen konnten; nämlich wenn wir uns bei Mitgliedern, die uns über Erfolg berichten, die Nachrichten anschauen, die sie vor dem Beginn ihrer Beziehung an unser Team schrieben. Die Frustration brauch also eine Partnerfindung nicht zu blockieren.
Guten Tag,
Puh, ich habe seit geraumer Zeit bei Ihnen ein Profil, allerdings dieses noch nicht vollständig initialisiert. Gerade weil für mich auf Grund einer Sehbehinderung und Neurodivergenz und wegen Vollzeitarbeit in einem Job den ich woanders nicht mit der Bezahlung bekommen würde und alleinerziehend die Entfernung eine sehr große Rolle spielt. Ich hätte schlicht nicht die Ressourcen, weder zeitlich noch gesundheitlich eine Beziehung auf Distanz aufzubauen. Das ist eher eine realistische Einschätzung meiner Ressourcen und Fähigkeiten und soll keines Falls eine Abwertung Ihrer Arbeit darstellen. Allerdings empfinde ich es als Abwertung, wenn mir als Person, die einfach nicht dazu in der Lage ist größere Wege, (was für mich bedeutet länger als eine Stunde mit Öffis unterwegs, zu bewältigen. Gleichzeitig ist mir im kennenlernen eine Reziprozität sehr wichtig. Sprich die Möglichkeit, sich unter anderem auch beidseitig zu besuchen und die Umgebung des jeweils anderen kennenzulernen. Ein Partner der immer zu mir kommt ist mir hier zu einseitig, gerade auch weil ich speziell damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe und am Ende nach 3 Jahren unwissend nur die Affäre war. Ich glaube pauschal zu sagen, wer nicht dazu bereit ist, weitere Wege in Kauf zu nehmen, dem ist die Liebe nicht wichtig genug ist sehr viel zu kurz gedacht. Ich denke schon, dass auch Wege von Bedeutung sind. Unabhängig davon ist nach 2 Vorschlägen das Handtuch zu werfen und dann auch noch unfreundlich werden auch sehr kurz gedacht.
Freundliche Grüße aus dem nördlichen Umland Hannovers
Danke für Ihre Rückmeldung. Es ist nicht als Abwertung gemeint, sondern ein Sachverhalt, dass wir alle Prioritäten setzen. So gibt es manche, die viele Anstrengungen für einen Job unternehmen, andere für eine Beziehung und manche für beides. Das ist das Recht und das Erleben jeder einzelnen Person, aber es ist auch wichtig, dass wir klar kommunizieren, was die Folgen welcher Einstellungen sind und unsere Interessent:innen möglichst bereits vorab darüber informieren.
Wir haben es bei unseren Paaren untersucht und dort ist es so, dass die verschiedensten Merkmale, wie Behinderungen, Alleinerziehenden-Status, finanzielle Schwierigkeiten etc. nichts an dem Befund ändern, dass Paare, die sich in größerer Distanz kennenlernten, nicht unglücklicher werden (und übrigens auch nicht seltener später zusammenziehen) als Paare, die sich am Wohnort kennenlernten. Da dies auch der internationale Forschungsstand zeigt, gehe ich davon aus, dass es korrekt ist.
Was wir noch sehen ist, dass viele, die jetzt glücklich mit Partner:innen zusammen sind, vorher auch glaubten, dass dies für sie nicht möglich wäre. Wir erhalten nämlich nicht selten Zuschriften wie: “Zum Glück habe ich mir ein Herz gegeben und den Radius geändert” oder “glücklicherweise ist er über seinen Schatten gesprungen und hat seinen Radius erweitert”. …
Die von Ihnen dargestellte völlig legitime Entscheidung, es nur auf einen geringen Radius begrenzen zu wollen, bedeutet also nicht, dass Sie dadurch Ihr eigenes Glück oder Unglück wirklich vorhersehen könnten. Vielmehr zeigen die Paare, die anfangs auch eine initiale Distanz für sich mit ebenso guten Gründen (z.B. eingeschränkte Mobilität) ablehnten, dass wir uns diesbezüglich oft täuschen.
Wenn Menschen mit einer Beziehung am Wohnort schlechte Erfahrungen machen, weil die Beziehung auseinandergeht, dann sagt niemand “es lag am Wohnort”. Wenn eine Beziehung auseinandergeht, wo ein Partner:in anreiste, dann wird eher gedacht “oh, es lag an der Entfernung”. Die Auswertungen zeigen keine Unterschiede.
Wenn für Sie das entscheidende Kriterium ist, dass Sie erstens nicht reisen brauchen, zweitens auch ein möglicher Partner:in nicht zu Ihnen reisen sollte (da Ihnen dies selbst für eine Übergangszeit bei Umzugsbereitschaft der anderen Person zu wenig reziprok ist), wäre der Rat, nach Möglichkeiten in Ihrer Umgebung zu suchen und dort Menschen kennenzulernen. Vielleicht gibt es eine Städte-Singlebörse in Ihrer Umgebung, vielleicht Single-Treffpunkte, Zeitungsanzeigen – oder Sie versuchen es eben bei den Dating-Apps, schützen sich aber davor, in einen Modus des belanglosen Chattens zu verfallen. Auch das kann ja funktionieren.
Manche finden auch bei Gleichklang direkt am Wohnort, weshalb wir die Eingrenzungs-Möglichkeit auch – trotz Überlegung – bisher nicht gestrichen haben. Es kann also auch hier funktionieren, aber stellen Sie sich bitte auf lange Wartezeiten ohne Vorschläge ein, zumal eben auch weitere Kriterien (Neurodiversität) etc. mitzuberücksichtigen sind.
Eine Plattform, die die inhaltliche Passung komplett in den Fokus steht, zudem auf ökologische Grundorientierung und Akzeptanz für Diversität ausgelegt ist und zusätzlich noch auf die unzähligen kostenlosen Accounts verzichtet, die die anderen Plattform zur Mitglieder-Generierung nutzen, kann beim besten Willen nicht einen Strom von Vorschlägen in direkter Wohnortnähe liefern. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Insofern ist es wirklich eine Prioritätenabwägung, die jede einzelne Person für sich durchführen muss. Dazu kann auch die Akzeptanz gehören, Single zu bleiben, weil es eben tatsächlich keineswegs allen am Wohnort gelingt, einen Partner:in zu finden, auf dem Land schon gar nicht, aber selbst in Großstädten oft nicht. Das gilt umso mehr im mittleren und höheren Lebensalter, wenn bereit szwei Lebensentwürfe entstanden sind und zudem die meisten sich shcon in Beziehungen befinden. Nach Studien ist daher mit wachsendem Alter eine steigende Bereitschaft zu verzeichnen, außerhalb des Wohnortes zu suchen.
Hallo,
Mich beschäftigt das Distanz-Thema auch sehr.
Die Statistiken mögen ja stimmen dennoch habe ich das Gefühl dass es bei Gleichklang zu sehr heruntergespielt wird.
Grade in einem der letzten Artikel wurden “scheinbar unüberbrückbare Distanzen” als irrelevante Ausflucht bezeichnet um jemanden nicht zu schreiben.
Irrelevant ist die Distanz sicher nicht. Für niemanden.
Die Statistiken könnte es ja nicht geben, wenn es nicht so wäre. Die Distanz hat selbst typischerweise keinen Einfluss auf Beziehungszufriedenheit und es gibt keinen Hinweis, dass die initiale Distanz, die nicht einmal mit dem Zusammenziehen korreliert ist, eine Rolle spielt.
Das bedeutet nicht, dass sich nicht aus allen Aspekten des Lebens besondere Herausforderungen ergeben:
– So kann es in Nahbeziehungen schwer sein, nicht in triviale Alltagsroutinen zu verfallen.
– Bei Fernbeziehungen kann es schwer sein, auf hochfrequente Treffen zu verzichten, jedenfalls so lange, wie die Beziehung eine Fernbeziehung bleibt.
Die unterschiedlichen Herausforderungen mitteln sich in ihren Auswirkungen auf Zufriedenheit aus.
Es gibt aber eben keine empirisch fundierten Belege dafür, dass allgemein Beziehung (also in allen ihren Komponenten) besser funktionieren würde, wenn sich die Betreffenden am Wohnort kennenlernen.
Ich würde eine Distanz von 67 Kilometer, wie in dem Artikel, die zudem als 4 Stunden Fahrt gelesen wurde, als Ausflucht sehen. Beides musst Du zusammen berücksichtigen, die enorme Überschätzung der Reisezeit (die ja nicht von Zufall kommt) und die 67 Kilometer.
Letztlich sehe ich nicht, dass hier eine Beziehungsbereitschaft in dem Sinne, wie sie meistens notwendig ist, derzeit vorhanden ist. Das kann sich aber bereits morgen ändern. Ich meine nur einen momentanen Status.
Im Übrigen glaube ich, dass unsere klare und auch empirisch begründete Positionierung ein Service für alle unsere Interessent:innen ist:
Manche reflektieren und ändern ihre Ansicht (und manche von diesen finden Beziehung), andere bleiben bei Ihrer Festlegung und akzeptieren die sich daraus ergebenen Wartezeiten ohne Vorschläge (manche finden so auch Beziehung), wiederum andere nehmen davon Abstand, zu uns zu kommen, was ja viel besser ist, als wenn sie bei uns unzufrieden werden und uns dann solche Zuschriften senden würden.
Wenn für Dich die Wohnortnähe essenziell ist und Du aber auch keine längeren Wartezeiten bei insgesamt geringer Vorschlagsanzahl möchtest, sind die Dating-Apps mit ihrem Prinzip der Wohnortnähe die bessere Alternative, trotz aller ihrer anderen Nachteile.
Wir sind vorrangig die Ansprechpartner:innen für die, für die die innere Passung der Grundhaltungen ganz im Vordergrund steht und für die Liebe letztlich nicht an Grenzen gebunden ist, außer an solcher Grenzen, die wir überwinden können.
Abgesehen von der etwas sehr harschen Kritik, kann ich aber ähnliches bestätigen.
Ich bekam Vorschläge von Personen die 600 km entfernt wohnten, ohne Umzugsbereitschaft. Des weiteren suchten mehrere Vorschläge polygame Beziehungen, was auch im Profil stand. So gewissenhaft arbeitet das Gleichklang Team dann doch nicht und ja, die Webseite bedarf einer Überarbeitung! Kritik meinerseits wurde auch nicht beantwortet. Das fand ich schade. Ich habe mich auch wieder abgemeldet.
Danke für die Rückmeldung mit Angabe der Email.
Du hattest dein Profil nicht gelöscht, sondern es zur Reaktivierung stehen lassen, so dass ich hineinschauen konnte. Dein Fall ist etwas anders, aber doch ähnlich:
Du hattest nicht 2, sondern 16 Vorschläge, von denen Du dir mehrere nicht angeschaut hattest. Du hattest uns nach knapp drei Wochen verlassen, also der Partnerfindung im Wesentlichen keine Chance gegeben. Das ist auch völlig in Ordnung, wenn Du den Eindruck hast, anderswo besser zurechtzukommen.
Die Suchkriterien werden eingehalten. Wenn jemand eine strikt monogame Beziehung sucht, wird keine einzige Person vorgeschlagen, die angekreuzt hat, keine monogame Beziehung zu suchen. Ich weiß nicht genau, was Du mit “polygam” meinst. Wenn jemand z.B. Erotikkontakte bis zu einer Beziehung sucht, spricht dies nicht gegen eine monogame Beziehung. Aber auch das kannst du ausschließen, wenn Du willst. Freie Texte können in die Vermittlung übrgiens nicht eingehen, der Algorithmus kann nur das auswerten, was angekreuzt ist.
Auch ein 600 km Radius ist nur möglich, wenn du dies zugelassen hast oder Umzugsbereite eingeschlossen hast. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Vorschlag trotzdem erfolgt ist, weil die andere Person danach das Kästchen umzugsbereit geändert hat, also nach Vorschlagserstellung. Das kommt manchmal vor, dass Mitglieder durch die Vorschläge bemerken, dass sie ihre regionale Suche doch ändern wollen. So etwas können wir nicht kontrollieren, aber es trifft nur selten auf.
Uff das tut weh, 3 Jahre Affäre zu sein ist schon heftig. Tut mir wirklich Leid für diese Erfahrung. Würde sonst auch zustimmen, habe auch eine Sehbehinderung.
Ich habe mittlerweile außerhalb von Gleichklang jemanden gefunden, aber bin immer noch Fan vom Gegenentwurf bei Gleichklang zum Overload bei Swipe-Games. Viele meiner Freund*innen sind ebenso frustriert, wie ich es damals war, aber hören dennoch nicht auf mich, wenn ich sie versuche, dazu zu bringen, es bei Gleichklang zu versuchen.
Ich verstehe allerdings den Abschnitt mit dem Umkehrschluss bei der Größe nicht ganz. Könnten Sie nochmal versuchen, den zu erläutern?
Ja, das habe ich nicht verständlich genug formuliert:
– Viele Männer suchen eine Partnerin, die moderat bis geringfügig kleiner ist und maximal bis zur eigenen Körpergröße reicht oder leicht darüber. Demgegenüber suchen bei den Männern, die die Körpergröße einschränken, nur relativ wenige nach Frauen, die viel kleiner sind.
– Viele Frauen suchen nach Männern, die minimal so groß sind wie sie selbst oder mehr oder weniger deutlich größer. Bei Frauen spielt dabei in ihren Präferenzen die Körpergröße eine etwas stärkere Rolle als bei Männern.
Nun geht es also um den wechselseitigen Überlappungsbereich, weil die Präferenzen beider bei jedem Vorschlag berücksichtigt werden müssen. Wenn ich z.B. als Frau einen Partnersuche, der 10 cm größer sein soll, werden relativ viele derjenigen Männer, die 10 cm größer sind, vermutlich noch meine eigene Größe in ihrem Suchbereich haben, sodass ein Vorschlag. Viele Männer, die z. B. 20 cm größer als ich bin, werden mich demgegenüber aufgrund meiner stark geringeren Körpergröße bereits ausgeschlossen haben. Je stärker ich als Frau also nach einem besonders stark größerem Mann suche, desto mehr kleinere Männer fallen nicht nur weg, sondern desto mehr größere Männer auch, weil die größeren Männer ihrerseits mich (mit zunehmendem Größenunterschied) ebenfalls ausschließen, weil ich für sie “zu klein” bin. Ist das jetzt verständlicher?
Hallo, ein sehr bemerkenswerter Artikel bzw Antwort von ihnen- Dankeschön dafür.
Ich habe mich abgemeldet, weil ich eine Frau in 650km Entfernung über sie kennen gelernt habe. Ich habe sie gerade 10 Tage besucht. Natürlich kann ich mir ein Umzug vorstellen, ansonsten hätte ich sie nicht besucht.
Für mich hat Gleichklang dafür gesorgt, dass ich selbst dafür verantwortlich bin- eine Frau zu finden.
Liebe Grüße Ewald
Ich freue mich für Euch und wünsche Euch alles Glück für Eure gemeinsame Zukunft. Lasst Euch nicht durch den Radius verschrecken. Denn in unseren Nachbefragungen von Paaren waren auch solche, die mehr als 1000 km initial entfernt waren. Ihre durchschnittliche Geschwindigkeit wie auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie später im Verlauf zusammenzogen, unterschied sich nicht von denen, die sich in einem 50 KM Radius kennenlernten, die es auch bei uns gibt. Ihr habt also alle Chancen, eine glückliche Beziehung miteinander aufzubauen und dafür drücke ich Euch die Daumen.
Auffallend finde ich, dass in der Freundschaftssuche sehr, sehr viele Frauen aus derselben Stadt sind, in der Partnersuche jedoch nicht.
Insgesamt wirkt es auf mich so, dass Städter eher selten(er) Gleichklang zur Partnersuche verwenden als Männer aus Kleinstädten.
Insofern ist Hamburg und Hannover vielleicht auch so eine Stadt, wo die Gleichklangsuche schwierig ist.
Städte sind bei uns schon stärker repräsentiert als das Land. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob allgemein bei der Freundschaftssuche mehr Vorschläge aus der gleichen Stadt erfolgen. Es ist aber eine interessasnte Beobachtung. Es könnte eine zufällige Schwankung sein, wir werden uns das einmal übergreifend statistisch anschauen.
Was wir sehen ist, dass Ausschlusskriterien bei der Freundschaftssuche bei einigen großzügiger gesetzt werden als bei der Partnersuche, was ja auch Sinn macht. So kann es womöglich kommen, dass ein Großteil der möglichen Partner:innen aus der gleichen Stadt wegfallen und es sich hier stärker verteilt, während bei der Freundschaftssuche einerseits die inhaltlichen Ausschlüsse geringer sind und andererseits aber auch häufiger weiterer Entfernungen ausgeschlossen sind. So ließe sich jedenfalls die mögliche Häufung auch erklären.
Allerdings würde ich der Schlussfolgerung “Insofern ist Hamburg und Hannover vielleicht auch so eine Stadt, wo die Gleichklangsuche schwierig ist.” widersprechen wollen, eben weil Partner:innen ja gar nicht aus der gleichen Stadt kommen müssen 🙂
Hatte bei Gleichklang auch schon mal ein Date, das von zu Hause fußläufig erreichbar war – allerdings war ich ihr nicht attraktiv genug. Hatte auch den Eindruck, dass sie stark von oberflächlichen Dating-Apps geprägt war. Mit solchen Ansprüchen kann ich optisch leider nicht mithalten.
Dann 3 Jahre lang eine Fernbeziehung mit 8 bis 12 h Reisezeit pro Strecke. Ging auch nur, weil ich meinen Job größtenteils remote erledigen kann, also paar Wochen hier, paar Wochen da. Das zeigt natürlich auch Commitment für die Beziehung, wenn jemand solche Strecken auf sich nimmt, denn bequem ist es sicher nicht.
Ich denke, es ist wichtig, für alles offen zu sein, was das Leben einem bietet. Und 67 km würde ich daher nicht mal als Fernbeziehung wahrnehmen, sondern noch als “in der Nähe” kategorisieren.
Danke für Deine Rückmeldung. Wir sehen es in unseren Daten auch so, dass diejenigen “Glücklichen”, die in direkter Nähe vor dem Kennenlernen lebten, in Wirklichkeit nicht glücklicher werden als die anderen. Wobei der von Dir beschriebene Fall aber auch nicht hätte eintreten müssen, es hätte auch klappen können. Richtig ist allerdings, dass das Commitment bei Verabredungen direkt in der Nähe manchmal geringer ist, was durchaus auch ein Faktor sein kann.
Auch wenn ich die Kritik anders formuliert hätte, inhaltlich stimme ich vollkommen zu; ich hatte eine ähnliche Nachricht auch schon schreiben wollen und jetzt bin ich mal motiviert, das auch zu tun, vor allem aufgrund der halbgaren Antwort. Am Anfang habe ich auch noch ein paar Vorschläge bekommen, mittlerweile alle Jubelmonate und da sind wirklich enorme Entfernungen dabei (Ruhrgebiet -> Schweiz / Österreich / Schleswig-Holstein), aber da nehme ich auch an, dass das eher so kleine Scherze von Gleichklang sind. Dennoch, auch für ein paar hundert Kilometer wäre ich zu haben, aber dann grätscht da der offenbar enorme Männerüberschuss rein, in den letzten 16 Monaten habe ich drei Antworten bekommen, jeweils Absagen, in mittlerweile fast zwei Jahren kam es zu einem (!) Treffen. Immer heißt es hier, wir sollen über den Tellerrand schauen und offen sein für Personen, die nicht zu 100 % unseren Vorstellungen entsprechen, andererseits verweigert die Plattform die selbstständige Suche mit dem Hinweis, sie wüssten schon, wer zu wem passen würde. Die Psychologen hier sehen den eklatanten Widerspruch natürlich, letztlich ist die Folge, dass so die Nutzer – für immerhin nur eine überschaubare Summe für Menschen, die nicht jeden Cent umdrehen müssen – an Gleichklang gefesselt werden. Wille zur Vermittlung ist leider nicht erkennbar.
Danke, dass Du Deine Email angegeben hast, sodass ich nachschauen konnte und Dir individuell antworten kann:
Du hast mit 68 Vorschlägen innerhalb von zwei Jahren eine gering-moderate Anzahl an Vorschläge erhalten. Davon stammen 89 % aus Deutschland, was ich anspreche, weil Du die Schweizer Beispiele gegeben hast. Übrigens lernen die meisten unserer Mitglieder aus der Schweiz tatsächlich letztlich deutsche Partner:innen kennen. Es spricht also nichts dagegen, dass Du in Deinen Einstellungen diese Vorschläge zulässt. Zwischen deutschen Mitgliedern und Mitgliedern aus der Schweiz entstehen ebenso glückliche Beziehungen, wie zwischen deutsch-deutschen Mitgliedern.
Deine Vorschläge verteilen sich gut über die Zeit, im letzten Februar waren es mit 11 aber besonders viele, in diesem März war noch keiner dabei. Dein Eindruck (alle Jubelmonate) ist aber nicht ganz richtig. Du selbst hast einige Mitglieder angeschrieben und von über 70 % derjenigen, die Du angeschrieben hast, eine Antwort erhalten. Das ist eine gute Rate. Richtig ist aber, dass Du aktuell wenig aktiv bist. Du schreibst nur sehr wenig an und Du hast Dir auch übrigens einige Vorschläge noch nicht angeschaut, auch solche aus Deinem Bundesland, darunter stammen mehrere aus dem letzten Monat.
Schön, dass es zu einem Treffen kam, leider wurde keine Beziehung daraus, was auch hätte anders sein können. Ich würde Dir raten, ein wenig aktiver zu werden.
Ich weiß, dass viele Männer deutlich jüngere Frauen suchen, aber bei Gleichklang suchen viele Frauen Männer im gleichen Alter. Dies bedeutet, dass die Vorschlagsanzahl eben begrenzt bleiben wird, aber vielleicht kannst Du Dich sogar für gleichaltrige Frauen erwärmen? Beziehungen unter Gleichaltrigen funktionieren nach Studien im Durchschnitt sogar besser als Beziehungen mit stärkerem Altersunterschied.
Männerüberschuss? Es gibt bei Gleichklang etwas mehr Frauen als Männer.
Wir sehen das relativ oft, dass die Angaben zum eigenen Dating-Verhalten, zu Vorschlägen, Zeiten etc. nicht mit dem übereinstimmen, was sich im Account tatsächlich abspielt. Ich glaube, es liegt an der Enttäuschung, die dazu führt, dass wir dann unsere eigenen subjektiven Statistiken noch einmal nach unten regulieren und den Eindruck haben, es gäbe gar keine Optionen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du am Ende bei Deiner Partnersuchbe doch noch Erfolg haben wirst. Solltest DU durchgngi den Eindruck haben, dass es bei Gleichklang nicht klappt oder auch kein Lust haben, Dir die Profile anzuschauen und Kontakt aufzunehmen, könntesat DU es auch noch einmal woander versuchen. Imbesten Fall bist Du dann dort erfolgreich und wenn nicht, kannst Du noch einmal mit neuer Energieund Motivation zurückkommen. Auch das haben wir schon mehrfach gesehen, dass es nach einem Neuanfang dann doch klappt.
ja, der Februar hat viele Vorschläge erbracht, weil ich da in der Naturfreunde-Liste ein paar rausgesucht habe, vorgeschlagen wurden mir die nicht und da ist die Wahrscheinlichkeit einer Antwort ja noch geringer, meine letzte Nachricht ist nicht mal gelesen worden. Ich gehe davon aus, dass diese Personen keine Beziehung suchen, daher ist es wenig erfolgversprechend. Von Gleichklang selber habe ich sechs Vorschläge in den letzten viereinhalb Monaten bekommen, davon gerade einer aus Deutschlands größtem Bundesland. Ok, dass es mehr Frauen gibt, wundert mich jetzt, da ich oft überhaupt keine Antwort bekomme, aber dann bekomme ich möglicherweise vor allem Vorschläge, die Fernbeziehungen ausschließen oder ähnliches, dann frage ich mich aber, warum ich diese Vorschläge überhaupt bekomme, wenn von Anfang an keine Perspektive besteht (wahrscheinlich, damit überhaupt Vorschläge kommen).
Die Altersangabe habe ich jetzt angepasst, die ist noch aus den Anfängen, seit dem bin ich ja auch älter geworden, es hat also nichts damit zu tun, dass sie unbedingt jünger sein muss, sondern damit, dass ich schon zu lange hier bin
Ah ja, das stimmt. Du hast im Februar drei Vorschläge über die Partnervermittlung erhalten. Du hast in den vergangenen 6 Monaten (also ab Oktober) 10 Partnervorschläge erhalten. Das ist nicht viel, aber auch nicht katastrophal wenig. Der Altersbereich hat sicherlich auch eine Rolle gespielt.
Du solltest die Kontaktlisten nur verwenden, wenn Du an den entsprechenden Themen Interesse hast. Wenn ja, dann ist das eine gute Möglichkeit, aus der dann zusätzlich im Verlauf des projektbezogenen Kennenlernens manchmal auch Beziehungen entstehen.
Die geänderte Altersangabe wird sicherlich einen Einfluss haben. Mit dem Nicht-Lesen der Nachricht: Sehe es doch lieber so, dass ALLE Deine Nachrichten gelesen haben – bis auf eine einzige Ausnahme. Es ist wichtig, dass Du Dir durch die Sachlage, dass EINE Person Deine Nachricht nicht gelesen hat, nicht den Blick darauf verstellen lässt, dass typischerweise die Nachrichten gelesen werden.
Außerdem könnte es hilfreich sein, wenn Du Dir noch einmal alle Vorschläge von Anfang an anschaust und allen, wo Du nicht ausschließen kannst, dass sich im Verlauf eines Kennenlernens eine Resonanz ergeben könnte, eine kurze, freundlich-einladende Nachricht sendest. Aus diesem Tipp sind bereits viele Beziehungen entstanden.
“Die Gewichtskriterien werden übrigens nicht ignoriert, aber >>>anders gehandhabt<<>>erforderlich<<< sind."
Es erinnert mich immer an den Supermarkt, wenn ich an den Ingwershots vorbeigehe. Oberflächlich suggiertes reinen Ingwersaft. Schaut man genauer hin, dann steht dort Ingwersaft mit Apfelsaft, was immernoch suggeriert, dass es sich mehrheitlich um Ingwersaft handelt. Dreht man dann die Flasche um und liest das Kleingedruckt, dann steht dort 90 % Apfelsaft und 10 % Ingwersaft.
Ich schätze mal am Ende kann man bei diesem subjektiven Thema es eh nicht allen recht machen. Entweder erspart man den Mitgliedern unnötigen Frust durch unpassende Vorschläge aber verhindert hierdurch auch Partnerschaften oder es ist andersherum.
Nein, das ist ein falscher Vergleich mit dem Inwersaft, denn die Figuren unterscheiden sich ja zwischen den Nachbarkategorien oft nicht.
Interessant. Die Hälfte meiner Nachricht fehlt und ist an der falschen Stelle platziert .
Hm, jetzt weiß ich nicht, welche Nachricht wo fehlt. Ich sehe nur das, was auch Du siehst, nehme ich jedenfalls an.
Hallo allerseits!
Ein wirklich überaus interessanter Beitrag, zu dem man Herrn Gebauer angesichts der sehr ausführlichen und schlüssigen Argumentation nur gratulieren kann, während die Reaktion der Dame freilich komplett übers Ziel hinaus geschossen ist.
Ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass auch ich angesichts der – nach einer doch recht hohen Zahl von Vorschlägen zu Beginn der Mitgliedschaft (von denen ich freilich aufgrund des größeren Angebots wohl allzu viele recht leichtfertig “weggeklickt” habe) – immer spärlicher eintrudelnden Vorschläge vor geraumer Zeit einmal das “Gleichklang”-Team angeschrieben habe. Als Antwort bekam ich eine Nachricht, die sich weitestgehend mit der hier zu lesenden Argumentation deckte und mich überzeugte.
Auch nach dieser Geschichte bekam ich kaum mehr Vorschläge unterbreitet (aktuell bereits seit Monaten keinen einzigen mehr), aber ich gehe anders damit um. Wenn ich nämlich ehrlich bin, dann muss ich zugeben, dass die Partnersuche bzw. -findung auch und gerade im stark fortgeschrittenen Alter alles andere als einfach ist, und dass dies freilich für alle Formen der Suche gilt. Während wir auf der einen Seite mit immer mehr Macken/Blessuren/Altlasten einherkommen, tendieren wir auf der anderen Seite gerne dazu, an die/den potentielle Partner*in immer höhere Anforderungen zu stellen und die “eierlegende Wollmilchsau” zu suchen.
Dass sich “Gleichklang” da schwertut, ist klar – aber dies gilt für alle anderen Plattformen sowie das reale Leben “da draußen” gleichermaßen.
Wenn ich z. B. meine konkrete Situation realistisch betrachte: nicht mehr ganz neu, mit einigen Blessuren und Macken, Veganer (allein dadurch bin ich bereits für 98% aller Damen uninteressant!), wohnhaft in der veganen Diaspora in einem Mini-Kuhk*ff fernab der Zivilisation, Wohnsituation auch nicht so prickelnd (Umzug dennoch aus verschiedenen Gründen unmöglich), einige noch abzuarbeitende Altlasten und und und… was nützen da die – Gott sei Dank – auch vorhandenen positiven Faktoren? Mit zunehmendem Alter ist ein(e) jede(r) einfach immer festgefahrener und unflexibler durch Haus, Haustiere, soziales Umfeld, Altlasten etc. – das ist wohl einfach so!
Puuuh – da kann ich im Grunde genommen nur noch auf ein Wunder hoffen, wobei die Hoffnung freilich leider mit der Zeit bzw. dem Alter langsam, aber stetig schwindet…
Aber wenn mir denn tatsächlich in diesem Leben ein Wunder zuteil werden sollte, dann schätze ich die Chance, dass dieses durch die Hilfe von “Gleichklang” passieren wird, als außergewöhnlich hoch ein, denn…
… es wäre nicht das erste “Wunder” Dank “Gleichklang”!
Ich stand schon einmal ziemlich genau da, wo ich jetzt stehe (nur eben jünger): seit geraumer Zeit auf der bis dahin vergeblichen Suche nach der ultimativen Seelenverwandten, die Hoffnung war bereits weitestgehend geschwunden, die Stimmung nahe des absoluten Nullpunkts. Dies fiel auch meinem Sohn auf, der mich daraufhin zu einer Abenteuer-Motorradtour nach Marokko (von der er wusste, dass ich in seinem Alter davon geträumt, sie aber nie realisiert hatte) “zwang”; im einer Kasbah im Atlasgebirge erreichte mich die erste Nachricht eines neuen “Gleichklang”-Vorschlags, der sich als der wundervollste Mensch, der (bzw. die) mir bis heute begegnet ist, entpuppte. Am Tag der Rückkehr nach Deutschland kontaktierte ich vereinbarungsgemäß die Dame, noch am selben Abend begann eine allabendliche Serie von stundenlangen Telefonaten bis zum ersten Treffen am ersten darauf folgenden Sonntag. Keine zwei Wochen später waren wir ein unzertrennliches Duo, knapp zwei Jahre später ein Ehepaar. Die für rund 2 1/2 Jahre zwischen uns liegenden 145km bis zum Umzug meiner Frau zu mir waren kein unüberwindbares Hindernis, und ab da standen alle Zeichen auf “go”.
Und auf “go!” würden sie heute noch stehen, wenn nicht der Krebs (der wohl bereits seit etlichen Jahren in meiner Frau am heranwachsen war) dem ganzen ein jähes Ende gesetzt hätte… :'(
Warum ich all dies schreibe? Nun – weil ich seither weiß, dass es Wunder gibt, und man(n)/frau niemals die Hoffnung komplett aufgeben sollte – zumindest nicht, solange es “Gleichklang” gibt…
In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank an das “Gleichklang”-Team für die mir geschenkten knapp fünf Jahre an der Seite einer wundervollen Seelenverwandten, die sich nun hoffentlich nicht mehr mit dem – vor allen Dingen Dank der selbsternannten “(Dornen-?)Krone der Schöpfung” fast omnipräsenten – Leid auf der Erde herumschlagen muss, sondern es in den siebten Himmel geschafft hat: sie hat es weiß Gott verdient!
Herzlichen Dank für diesen Beitrag, den Du mit uns allen geteilt hast und der uns allen Mut machen kann. Einerseits ist es sehr traurig und tragisch, aber tatsächlich ist es doch ein großes Glück und so finde ich auch den Begriff des Wunders völlig angemessen. Und es stimmt: genau so etwas kann sich jederzeit wiederholen. Genau dies wünsche ich Dir.
Du schilderst die vielen Aspekte sehr differenziert und reflektiert. Der regionale Aspekt ist sicherlich ein wesentlicher Faktor in Kombination mit den anderen (vegan, ländlich). Wir unterstützen ja besonders die Partnersuche von Veganer:innen, leider sind Veganer:innen aber in der bereits in das höhere Alter hineingehenden Generation enorm unterrepräsentiert, sie sind bei uns mehr als anderswo, aber auch hier sind es in dieser Generation weniger. Das überschneidet sich dann mit den anderen Sachverhalten, u.a. eben, dass Du aus sicherlich komplett nachvollziehbaren Gründen nicht umziehen kannst/möchtest, sodass bei ebenfalls vorhandenem Wunsch nach Zusammenleben die Bereitschaft der anderen Person in dieser sicherlich sehr schöne ländliche Gegend zu ziehen, vorhanden sein muss.
So hoffe ich, dass eines Tages ein ähnlicher Vorschlag kommen wird wie damals und Du so in eine wieder neue Gemeinsamkeit eintreten wirst!
Guten Abend, Pauli!
Wenn ich deine lange Antwort hier lese und deine Zeilen auf der Internetseite wirken lasse, spüre ich, wie tief und eng du mit deiner Frau (noch) verbunden bist, verbunden bleiben wirst. Die Stiftung zu gründen und weiter zu führen, bedeutet für dich, ihrem Wunsch nachzukommen, ihn in die Realität umzusetzen und zu pflegen, bedeutet auch, daß du ihr immer nahe sein wirst, sie immer einen/den großen Platz in deinem Herzen einnehmen wird.
Und da frage ich mich, wieviel seelische Energie, Interesse, Offenheit du für eine weitere Frau in deinem Leben, für eine nächste Beziehung aufbringen kannst.
Und ob du dir genug Zeit der Trauer und des Abschiednehmens gegeben hast, Zeit, die von deiner spürbar begrenzten Lebenszeit und einer möglichen gemeinsamen Lebenszeit abgehen würde.
Du kannst meiner Erfahrung nach die Phase der Trauer nicht forcieren, aber natürlich offen sein für Begegnungen im Alltag und Hier und Jetzt.
Herzliche Grüße
Ulrike
Vier Stunden Fahrtzeit bei Entfernungen von 64 bzw. 95 km können sehr wohl realistisch sein. Nämlich dann, wenn jemand kein Auto hat und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.
Da ich sehr viel wandern gehe und ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel benutze, kann ich ein Lied davon singen, dass selbst kurze Entfernungen von 30 km mit Fahrtzeiten von über vier Stunden für eine einfache Strecke verbunden sein können. Manche Ziele im ländlichen Raum sind sonntags teilweise gar nicht erreichbar.
Wenn jemand unter der Woche 40 Stunden oder mehr arbeitet, dann ist es durchaus nachvollziehbar, dass einem acht Stunden Fahrtzeit für Hin- und Rückfahrt am Wochenende zu viel sein können!
Unter dieser Prämisse ist auch die Verärgerung zu verstehen, denn es bedeutet 89 Euro für zwei sehr schwer realisierbare Vorschläge für ein mögliches Kennenlernen.
Dass darauf gleich mit Verbraucherzentrale, Polizei, Staatsanwaltschaft und Presse gedroht wird, ist für mein Befinden etwas überzogen. Eine solche Reaktion trägt nicht gerade dazu bei, eine Lösung zu finden.
Auf der anderen Seite empfinde ich die Reaktion von Herrn Gebauer gleichermaßen wenig hilfreich. Statt auf die Befindlichkeiten der Person einzugehen, die sich beschwert, folgt sehr viel Text, der eher wie eine Belehrung wirkt.
Auf mich wirkt das nicht gerade vertrauenserweckend.
Dass Partnersuche mitunter längere Zeit in Anspruch nehmen kann, ist nicht ungewöhnlich. Genauso kann es passieren, dass es sehr schnell geht. Manchmal braucht es 20 oder mehr Dates, um jemanden zu finden, manchmal klappt es direkt beim ersten Date.
Jemand, der nach 20 oder mehr Dates seinen Partner gefunden hat, ist mit Sicherheit zufriedener, als jemand, der nur zwei Vorschläge serviert bekommt, die aufgrund von zu groß empfundener Entfernung als unrealistisch bewertet werden.
Das Konzept von Gleichklang in allen Ehren, Enttäuschungen bei der Partnersuche lassen sich nicht vermeiden. Sicherlich ist es weniger erfreulich, wenn Erwartungen, die an ein Kennenlernen geknüpft sind, nicht erfüllt werden. Genauso wenig ist es erfreulich, wenn es erst gar nicht zu einem Kennenlernen kommt, weil es an Vorschlägen mangelt.
Es wäre durchaus sinnvoll, wenn Gleichklang Möglichkeiten anbietet, die eine größere Zahl von Vorschlägen ermöglicht. Denn wenn ein Konzept zu starr ist, kann das auch kontraproduktiv sein und einem die Lust auf die Partnersuche verleiden.
Danke für Deine Rückmeldung, der ich nicht zustimme.
Die von Dir angenommene Fahrtzeit ist mindestens bei einem der Ort komplett ausgeschlossen, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das weiß ich sozusagen aus eigener Erfahrung und bei dem anderen Ort habe ich es jetzt nicht konkret überprüft.
Wir werten unsere Erfolgsraten ja aus, sie sind gut und sicherlich bei weitem höher als bei den Dating-Apps.
Das Problem ist übrigens, dass die meisten, die mehr als 20 reale Dates haben, bei denen es nicht klappte, genau in diesem Turnus bleiben. Fast kein Gleichklang-Paar hatte 20 Dates gehabt, bevor sie sich fanden. Das ist eine absolute Rarität bei uns. Die meisten Mitglieder haben genau in dieser Art, wie Du es Dir wünschst, jahrelang gesucht, bevor sie zu uns kamen – was wir aus einer Abfrage wissen, die wir getätigt haben.
Du berücksichtigst in Deinem Kommentar übrigens nicht, dass wir hier von einem Tag Mitgliedschaft reden.
Ich fürchte, dass wir mit einem anderen Konzept (also willkürlich Vorschläge anbieten wie die Dating-Apps mit kostenlosen Profilen, damit es immer genug gibt) unsere hohen Vermittlungsraten nicht einmal im Ansatz halten könnten. Ergebnis wäre zweierlei:
1. Viele, die hier Partnerschaft finden, würden nun nicht mehr finden.
2. Gleichklang könnte zumachen, denn es gibt keinen Grund für eine weitere Dating-App
Ich sehe meine Ausführungen nicht als Belehrung an, sondern als Sachverhalte, die Menschen wissen sollten, wenn sie Partnerschaft finden wollen und auch, wenn sie überlegen, zu uns zu kommen. Genau deshalb stellen wir diese Sachverhalte, die unvermeidbar sind, so ausführlich dar und haben auch diesen Artikel an alle 90000 Interessent:innen gesandt, die bei uns registriert sind.
Übrigens erhalten viele Mitglieder auch viele Vorschläge, manche zu viele. Es kommt auf die Kombination der eigenen Merkmale mit den Suchkriterien an. Die Mehrheit der Mitglieder sucht dabei bundesweit oder Dach-Region, was auch sinnvoll ist.
Natürlich können wir uns allen etwas vormachen und uns allen recht geben. Aber ich glaube, die Wirklichkeit ist die Folgende:
Wenn wir mit einer Vollzeitstelle und anderem einfach nicht die Ressourcen haben für 68 km Entfernung, dann können wir uns als Single glücklich einrichten und dennoch auf den Zufall hoffen (oder ihn bei Dating-Apps suchen), dass in der zweiten oder dritten Hälfte unseres Lebens jemand in direkter Nachbarschaft auf uns zukommt, der zu unseren Lebensvorstellungen passt und mit dem wir glücklich werden. Von Gleichklang sollten wir in diesem Fall aber entweder absehen oder aber schlichtweg akzeptieren, dass Vorschläge nur sehr selten erfolgen werden.
Ich kann Deine Perspektive, auch die der Verfasserin, natürlich nachvollziehen. Der Unterschied ist vermutlich der, dass ich jeden Tag die Zuschriften erfolgreicher Mitglieder lese und (zusammen mit den statistischen Auswertungen) daher einfach weiß, dass es ein erfolgreiches Konzept ist, was wir nicht gefährden wollen.
Letztlich ist es schon so, dass sich Menschen die Angebote suchen können und wohl auch müssen, mit denen sie zufrieden werden. Wir können nicht eine erfolgreiche Plattform einfach an die Dating-Apps anpassen, nur weil manche damit zufriedener werden. Die Zufriedenheit der Gleichklang-Mitglieder schwankt in unseren regelmäßigen Umfragen zwischen 70 und 80 %. Ich glaube nicht, dass wir im Dating-Bereich eine höhere Zufriedenheit erreichen können. 2/3 der Mitglieder haben bereits große Plattformen, Apps etc. benutzt, und fast alle geben an, mit diesen unzufrieden gewesen zu sein.
Gleichklang ist eine Nische für die Personen, die mit dem Mainstream-Dating nicht zufrieden sind und in dieser Nische werden wir auch bleiben. Wir sehen, dass sich Partnerschaften, Freundschaften und Gemeinschaften hier entwickeln und möchten dies auch weiterhin in den Vordergrund unserer Vermittlung stellen.
Partnerfindung ist ein singuläres Ereignis, was aus einem Vorschlag plötzlich entsteht, wenn beide innerlich bereit für eine Beziehung sind und zwischen ihnen eine emotionale Resonanz entsteht. Wenn Du Partnerfindung eher als einen Prozess mit 20 Dates siehst, dann wird dieses der psychologischen Struktur der Partnerfindung nicht gerecht. Genau durch diese Betrachtung nähern wir uns vielmehr an Zygmunt Baumanś “Liquid Love” an, bei der wir alle und gerne wieder und wieder daten, aber dauerhafte Verbindung nur selten entsteht. Entsprechend zeigen Studien, dass bei diesem Vorgehen ein Rejection Mindset entsteht, was den Beteiligten unbewusst ist, was aber dazu führt, dass sie Single bleiben. Je mehr Dates, desto unzufriedener sind wir nach diesen Befunden mit allen möglichen Beziehungspartner:innen, desto geringer wird unsere Bindungsbereitschaft sein und desto eher landen wir im ewigen Dating statt in einer Beziehung. Wenn wir dann auch noch 68 km für eine komplette Überforderung halten, dann mag dies auch ein Ergebnis dieses Prozesses sein. Partnerschaft ist einer der wichtigsten Faktoren für die Lebenszufriedenheit. Wenn wir für einen Beruf jahrelange Ausbildungen und oftmals mehrfache Umzüge in Kauf nehmen, sehe ich keinen Grund, das Engagement für Partnerschaft geringer ansetzen zu wollen.
Interessant, ich spreche von meinen Empfindungen, wie der Artikel auf mich wirkt und als Antwort erhalte ich als erstes, dass Sie meiner Rückmeldung nicht zustimmen.
Und genau das wirkt auf mich hochgradig intolerant und belehrend. Wenn jemand für sich das Empfinden hat, dass ihm oder ihr eine bestimmte Entfernung zu weit weg ist, dann ist das für die betreffende Person so und daran gibt es nichts zu kritisieren. Selbst dann nicht, wenn Sie für sich ein anderes Empfinden haben.
Wenn Sie dem Empfinden eines Menschen Sachverhalte entgegenbringen oder anders ausgedrückt, Gefühlen mit Verstand begegnen, dann wirkt das alles andere als empathisch, sondern so als ob Sie jemanden von oben herab belehren wollen. Das einzige was daraus resultiert, dass dadurch die Wut eher noch größer wird.
Hilfreich wäre zu fragen, weshalb jemand die Entfernung für sich als zu groß empfindet. Denn nur wer die Hintergründe kennt, ist auch dazu in der Lage, adäquat darauf einzugehen.
Auf festgestellte Sachverhalte zu beharren und daraus zu schlussfolgern, dass diese Sachverhalte von allen gleichermaßen anzuerkennen sind und zu gelten haben und darüber hinaus auch keine andere Interpretation zulässig ist, als die, welche Sie aus Ihren festgestellten Sachverhalten ziehen, wirkt alles andere als wertschätzend.
Dabei werben gerade Sie damit, dass es bei Gleichklang um wertschätzende und liebevolle Beziehungen zwischen Menschen geht, die gemeinsam mehr Mitmenschlichkeit, Freundlichkeit und Solidarität
in die Welt bringen wollen.
Und Sie als Betreiber dieser Plattform dürfen gerne als positives Beispiel voran gehen und genau diese Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Nur leider hinterlassen Ihre Ausführungen bei mir nicht gerade den Eindruck, dass Sie den Mitgliedern mit Wertschätzung begegnen.
Ich wünsche Ihnen noch einen wohlwollenden Restsonntag…
Sie haben in Ihrer Bewertung sehr deutlich gemacht, dass Sie meine Antwort kritisch sehen, sie als belehrend erleben etc. Und auf diese Bewertung Ihrerseits, zu der Sie alles Recht haben, habe ich Ihnen nun ebenfalls erneut geantwortet. Ebenso klar und deutlich wie Sie mir. Ich sehe weder in Ihrem Kommentar noch in meiner Antwort ein Problem. Ich finde Ehrlichkeit und Klarheit zudem wertschätzend.
Unser Ziel ist es, Menschen zu Beziehungen zu verhelfen – und das gelingt sehr oft. Unser Ziel ist es nicht, nach dem Motto “der Kunde ist König” vollkommen unrealistische Dinge zu verbreiten, die dazu führen, dass Menschen partnerlos bleiben. Natürlich kann jemand auch in enger Region suchen, das geht auch bei uns, aber selbstverständlich können und werden dann nicht mehr Vorschläge kommen. Das ist eine Tatsache und ich denke, Tatsachen müssen wir alle annehmen. Hilft es uns, wenn wir die Position vertreten, grün sei blau und wenn wir uns dann darin bestärken?
Ich verstehne Ihre Vermutung, dass die Wut dadurch noch größér werde, wir haben aber auch oftmals das Gegenteil gehört und nicht selten hat das dann sogar im Verlauf zu einer Beziehung geführt.
Jeder kann frei wählen, ob er oder sie zu uns kommen möchte. Wer in einem engen Radius sucht, darf gerne zu uns kommen und sollte dann genau das erwarten, was auch kommen wird, selten und wenige Vorschläge. Wer trotzdem durchhält, kann so durchaus Partnerschaft finden. Dies sollte meine Antwort deutlich machen und ich denke, das ist auch gelungen, selbst wenn es vielleicht manchmal unintendiert ein wenig belehrend wirken mag.
Die Kritik mit “zu wenigen” Vorschlägen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen – ganz im Gegenteil. Ich finde es sogar sehr angenehm, nicht mit Vorschlägen regelrecht “überflutet” zu werden. Außerdem kann man bei “Gleichklang” darauf vertrauen, es mit lauter realen Menschen zu tun zu haben – im Gegensatz zu vielen anderen Portalen, auf denen mitunter etliche Fake-Accounts existieren.
Obwohl ich meinen “Traummann” noch nicht gefunden habe, bin ich mit “Gleichklang” dennoch sehr zufrieden, da ich den Eindruck gewonnen habe, daß die allermeisten Mitglieder hier viel Wert auf Tier- und Umweltschutz und andere wichtige Dinge legen, statt sich auf Oberflächlichkeiten zu konzentrieren.
Außerdem finde ich es großartig, daß man sich zwischen vielen verschiedenen Arten von Beziehungsmodellen entscheiden kann.
Als kleinen Verbesserungsvorschlag würde ich es begrüßen, wenn man bei Erstnachrichten “gezwungen” wäre, mindestens drei, vier Sätze zu schreiben.
Bei einzelnen Mitglieder hat man bisweilen den Eindruck, daß die “Fußstapfen” einfach inflationär an sämtliche Vorschläge geschickt werden. Erhalte ich als Erstnachricht lediglich einen “Fußstapfen”, so antworte ich mittlerweile nicht mehr darauf, denn man sollte (wie Gleichklang betont) sich vor dem Schreiben schon die Mühe machen, sich das Profil des anderen anzusehen.
Generell ist meine Erfahrung: Geduld bei der Partnersuche ist wichtig – genauso wichtig, wie Zeit mit Freunden und Tieren sowie seinen Hobbys zu verbringen, anstatt sich ausschließlich auf die Partnersuche zu fokusieren und daran zu verzweifeln. Auch, wenn man hin und wieder enttäuscht wird (was einem auch im “echten” Leben ab und zu leider passiert) und man danach ein paar Monate Zeit braucht, um Rückschläge zu verdauen, sollte man zuversichtlich bleiben. Letzen Endes kommt es ja “nur” auf den einen, richtigen Menschen an – allerdings kann es durchaus vorkommen, daß man selbst bereits seit zwei, drei oder mehr Jahren angemeldet ist und der Traumpartner erst viel später zu “Gleichklang” findet. Das jedoch kann man im Voraus nicht wissen, deshalb steht Geduld ganz oben auf der Prioritätenliste bei der Partnersuche.
Apropos mehrere Jahre angemeldet: meiner Ansicht nach sind die Kosten bei “Gleichklang” sehr fair – warum sich manche über die “Gleichklang”-Gebühren aufregen, ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar.
Auch die Kommunikation mit “Gleichklang” finde ich höchst angenehm: man wird auf Wunsch individuell beraten – wenn man dies jedoch nicht möchte, wird man in Ruhe gelassen.
Ich für mich kann sagen: selbst, wenn ich meinen “Traumpartner” nicht bei “Gleichklang” finden sollte, bin ich dennoch sehr zufrieden mit dieser Partnervermittlung und kann von meiner Seite aus sagen: Danke “Gleichklang” und bitte weiter so:-)
Zum Thema “fake accounts” muss ich auch noch meinen Senf hinzu geben: auf einem anderen Portal, auf dem ich mir nach “Gleichklang” die – wenn auch deutlich geringeren – zweithöchsten Chancen auf einen möglichen Treffer verspreche , erhalte ich auf eine ernstgemeinte Anfrage mindestens 20 (!) von “fake accounts”- was extremst nervt, da mit jedem Aufleuchten des “Nachricht eingegangen”-Symbols natürlich ein Hoffnungsfünkchen aufflackert, um schließlich wieder einmal enttäuscht zu werden…
Da lobe ich mir doch “Gleichklang”, wo mir selbiges noch nie widerfahren ist.
wobei sich recht viele über solche Antworten erst einmal freuen :-). Tatsächlich sagte mir ein Betreiber einer Vergleichsplattform, dass das (wobei ich jetzt aber nicht die großen Dating-Apps meine) bei den meisten jetzt Standard sei. Durch diese scheinbare Lebendigkeit werden leider auch Erwartungen geschaffen, die es manchen schwer machen, sich auf eine Vermittlung wie bei uns einzulassen, wo die Partnerfindung ein seltenes Ereignis ist, was dann erstaunlich oft eintritt.
Hallo an alle,
da ich tatsächlich Erfahrungen mit “dubiosen Partnervermittlungen” habe, kann ich Gleichklang nur verteidigen.
Diese Ehrlichkeit und Transparenz gibt es kaum ein zweites Mal, vorallem so fundiert und hilfsbereit.
Jedoch bleibt jede:r für sein eigenes Glück verantwortlich, da dies auch gefunden werden kann, wenn die Grundlage des Kennenlernens nicht direkt förderlich ist. Allerdings muss dazu die Bereitschaft und das Bewusstsein, sich aufeinander einzulassen, wechselseitig sein. Ebenso von einander innerlich angesprochen/berührt zu werden.
Von daher ist Gleichklang eine gute Basis, um Vertrauen aufzubauen und sich einfach mal vorbehaltlos den Vorschlägen zu öffnen. Die Kriterien sind völlig egal, sofern man sich versteht. Ohne ausloten geht das eben nicht.
Nur wenn sich der Austausch eher wie eine Qual anfühlt, dann sollte von diesem einen Vorschlag Abstand genommen werden, sodass eine neue Chance gedeihen könnte.
Ohne wechselseitige Geduld und Akzeptanz für wunderbare Eigenarten (die oft abwertend Makel oder anderweitig negativ benannt werden) ist auch eine gefundene Partnerschaft nicht möglich.
In diesem Sinne
viele Grüße
Ich bedanke mich herzlich für dein Plädoyer für uns 🙂 ich kann durchaus die Kritik verstehen. Es kommt manchmal etwas komisch rüber, wenn wir in aller Klarheit, auf der Basis unserer eigenen Auswertungen und auf der Basis zahlreicher Studien sagen müssen: So geht es nicht, diese Vorstellungen führen nicht zum Ziel. Das ist in Wirklichkeit nicht böse gemeint, sondern gut gemeint. Die gesellschaftlich konditionierten Vorstellungen zu Partnerfindung sind leider so fest verankert, dass gerade das, was wirkt, dann auf harte Kritik stoßen kann.
Die Reaktion der Guten/ des Guten ist auf jeden Fall ziemlich überzogen.
Allerdings tue auch ich mich schwer, mich auf große Distanzen einzulassen. Ein ungezwungenes Kennenlernen ist so schon deutlich schwieriger, finde ich. Und: Ich hatte schon Fernbeziehungen. Und es ist mit zusätzlichem Stress verbunden, den nicht jeder zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben auf sich nehmen kann und will.
Die hier von Ihnen viel zitierte empirische Sachlage ist in der Hinsicht nicht ausreichend aussagekräftig – es handelt sich um eine selbstselektierte Stichprobe. Das heißt: Nur wer überhaupt bereit ist und es für sich persönlich für machbar hält, eine Beziehung auf eine größere Distanz aufzubauen und darin glücklich zu werden, wird sich auf eine solche Beziehung einlassen. Alle anderen werden das nicht tun und sind nicht Teil der Stichprobe. Damit sind die Ergebnisse sehr wahrscheinlich systematisch verzerrt.
Es ist deshalb keine rein selbst selektierte Stichprobe, weil viele dabei sind, die diese Bereitschaft genau nicht hatten und dann aber z. B. aus Frustration über zu wenige Vorschläge umgeschaltet haben. Andere mussten selbst umziehen oder die andere Person ist weggezogen. Außerdem zeigen die Studien zu Fernbeziehungen ja allgemein keine Zufriedenheitsunterschiede, obgleich viele unfreiwillig in der Ferne leben müssen, z. B. wegen Jobwechsel etc. Wir sehen keinen Unterschied in der Zufriedenheit zwischen denen, für die eine Fernbeziehung kein Problem war und für die, wo es ein Problem war. Übrigens werden auch viele Nahbeziehungen zu Fernbeziehungen wegen Änderungen der Lebenskonstellation. Ich kann verstehen, dass Du eine Fernbeziehung als Stress erlebst, aber wenn der Stress in einer Nahbeziehung auftritt, dann schieben wir es eben typischerweise nicht auf die kurze Entfernung. Du siehst das eher als ein festes Persönlichkeitsmerkmal “kann glücklich werden bei initialer Distanz oder nicht”, ich sehe es als eine Frage der Bereitschaft (das korreliert natürlich mit der Persönlichkeit) und der Gestaltung. Zu letzter Sicht passt, dass recht viele in Befragungen sich überrascht zeigen, dass sie so gut mit Distanzen zurechtkommen. Außerdem ist es auch eine kulturelle und sozialisationsbezogene Fragestellung. Ich selbst lebe beispielsweise in Kambodscha. Ich habe hier in 10 Jahren noch keine einzige Person getroffen, die es als ein Hindernis betrachten würde, wenn ein Partner oder eine Partnerin initial weit entfernt lebt, obwohl ich zu dem Thema eigentlich jeden interviewe. Hintergrund ist, dass dies hier völlig normal ist, Menschen haben z. B. Land in einer Provinz und eine Person arbeitet in der Hauptstadt oder auch in Korea oder Thailand. Fahrtzeiten sind hier weitaus länger (und weniger komfortabel), dennoch wird Partnerschaft offenbar von nahezu niemandem als entfernungsabhängig betrachtet. Die sozialen Netzwerke werden virulent genutzt (fast schlimmer als in Deutschland) und die Leute fahren reihenweise zum Kennenlernen 9 Stunden von der einen zur anderen Landesseite, was nicht als Problem erlebt wird. Vor der enormen Beschleunigung der Reisen war das in Europa nicht anders, die Literatur zu Liebesbeziehungen ist voll davon und Reisen waren nicht stundenlang, sondern tagelang.
Ich will damit nicht sagen, dass wir nun in die Vergangenheit zurückmüssen oder so werden sollen wie Kambodschaner:innen oder andere. Aber ich denke schon, dass es uns Anlass geben kann, darüber nachzudenken, wie wir Liebe finden und gestalten können und welchen Einsatz wir für sie zeigen möchten.
Woran liegt es, dass bei massenhafter Verfügbarkeit von Kontakten über die Dating-Apps mit Geodaten im direkten Umfeld die unfreiwilligen Single-Raten ansteigen? Ich glaube, es liegt sehr wohl daran, dass wir unseren Einsatz eher für Arbeit und Finanzen aufwenden, aber die Bereitschaft vieler zum Einsatz für Beziehungen sinkt.
Die sgesagt, will ich nicht missverstanden werden:
Es ist absolut in Ordnung, wenn Menschen in der Nähe und nicht in der Ferne suchen wollen. Ich rate dazu, Einschränkungennur bei inhaltlichen Kriterien zu machen, aber niemand braucht sich an den Rat zu halten.
Bislang bin ich mit Gleichklang sehr zufrieden,
schade finde ich nur, dass von 16 Vorschlägen nur 4 mein Profil angeschaut haben.
Das ermutigt mich nicht gerade dazu Erstnachrichten zu versenden.
Habe heute daraufhin erstmal einige ältere Vorschläge frustriert gelöscht.
Einige bleiben auch mit ihrem Profil auf der Seite, obwohl sie eine Liebe gefunden haben…
Es gibt zwei Dinge, die ein Problem beim Online-Dating sind:
1.) Ich schaue mir ein Profil nicht an. Die andere Person denkt: Ist nicht interessiert oder ist eine Karteileiche, dann schreibe ich auch nicht.
2.) Ich schaue mir ein Profil an, aber schreibe nicht. Die andere Person denkt: Schaute sich mein Profil an, aber hat nicht geschrieben. Ist also nicht interessiert, dann schreibe ich auch nicht.
Es gibt aber ein Vorgehen, was für Dich selbst Deine Aussichten auf die Partnerfindung maximiert, egal, was die anderen tun:
Jedes Profil anschauen und immer dann eine Nachricht schreiben, wenn Du nicht ausschließen kannst, dass eine Resonanz entstehen wird. Ich würde Dir raten, es so zu handhaben und nicht Profile zu löschen. Wir sehen in unseren Paarbefragungen foglendes:
– bei den Paaren waren Komplikationen in dem Sinne häufig, dass jemand nicht schriebn, nicht antwortete, sich anfangs ein Profil nicht anschaute, erst später (manchmal nach MOnaten, sogar nach Jahren) auf das alte Profil zurückkam. Trotzdem kamen sie zusammen.
Wenn Du die Profile löschst, nimmst Du Dir/Euch diese Möglichkeit. Ich würde es daher nicht tun und einfach selbsgt konsequentbis zu dem Zeitpunkt aktiv sein, bis sich eine Begegnung anbahnt. Dann würde ich niemanden mehr anschreiben und nur dann erneut mit Anschreiben beginnen, wenn sicher ist, dass aus der Begegnung keine Beziehung werden wird.
Aber ist der Gedanke beim ersten Punkt nicht meist richtig? Warum sollte man sich sonst ein Profil gar nicht erst ansehen?
Er ist nicht ganz richtig. Manche schauen sich z.B. nur Profile an, wenn sie angeschrieben werden. Manche loggen sich nur ein, wenn sie sehen, dass sie eine Nachricht erhalten haben. Gleichklang ist ja meistens keine tägliche Aktivität. Für die, die wenige Vorschläge erhalten, ist Gleichklang eher eine stille Option im Hintergrund, die immer dann anschlägt, wenn womöglich eine Beziehung entstehen kann. Unter denen, die viele Vorschläge erhalten, warten eine Reihe ab, bis sie Nachrichten erhalten. Das ist nicht das von uns gewünschte Verhalten. Wir empfehlen, allen, sich alle Vorschläge anzuschauen, den Kontakt aufzunehmen. Aber die Realität des menschlichen Dating-Verhaltens ist eine andere. Was wir sehen, in den Daten ist, dass die, die Erstnachrichten schreiben, schneller zum Erfolg gelangen. Deshalb empfehlen wir es. Womöglich hätte das auch der Verfasserin geholfen, über die der Artikel geht. Hätte der 67 Km entfernte Kontakt, der eine wirklich in nahezu allen Details enorme Übereinstimmung zeigt, sich sofort am gleichen Tag gemeldet, vielleicht hätte die Verfasserin nicht uns geschrieben, sondern ihm. Und womöglich wäre die 67 km Distanz dann auch nicht mehr unüberwindbar gewesen, sondern eine Liebe wäre entstanden.
Nachtrag: Und ja, die Webseite ist benutzerunfreundlich und an vielen Stellen zu langsam und vor allem viel zu umständlich. Ich kann zum Beispiel nicht in einem Tab ein Profil offen haben und im anderen Tab diesem Menschen eine Nachricht schreiben. Mittlerweile weiche ich darauf aus, meine Nachrichten extern zu schreiben und dann rüberzukopieren, um dem aus dem Weg zu gehen. Man kann um die Schwächen der Webseite herumarbeiten, aber es könnte auf jeden Fall besser gehen. Das nur als ein Beispiel von vielen. Benutzerfreundlichkeit zu wünschen hat nichts mit passiver Konsumhaltung oder Schnell-schnell- Mentalität zu tun, auch wenn Sie das hier und da unterstellen.
Ein Teil der Benutzerfreundlichkeit fördert tatsächlich eine Schnell-schnell-Mentalität. Je bequemer und praktischer Dinge gehen, desto weniger vertieft investieren wir in sie psychische Energie. Aber natürlich haben Sie recht, dass auch nicht jede mögliche Verbesserung abgelehnt werden sollte, weil alles in Ordnung sei. Und deshalb kommt ja eine neue Applikation. Aber aufgrund mehrerer und langfristiger Verschiebungen der Fertigstellung äußern wir uns nicht mehr dazu, wann. Der Zeitpunkt wird dann überraschend und plötzlich sein.
Nun ja… die “auslösende” Dame für diesen Artikel war für Sie als Plattformbetreiber zwar nicht anonym doch empfinde ich jene Dame als bedauerlicherweise häufiges Beispiel eines “unreifen” Mitmenschen nach mehrjährigem Konsum einer (digitalen) Droge namens “FB-Insta-YT-TT-Tindä-Co.” Die typischen Merkmale: Ungeduld, Empörung, maßlose Übertreibung, Anklage/Drohung, Unterstellung, Diskreditierung – gesendet und abgetaucht.
Ich war und bin ein Freund der Meinungsfreiheit ALLERDINGS bei gleichzeitiger Transparenz und Verantwortung für die eigenen Aussagen wie z.B. bei der traditionellen “Speaker´s Corner”. Möchte oder “muss” ich mich extrem in der Öffentlichkeit äussern, so brauche ich dafür RÜCKGRAT, ARGUMENTE & muß beim Brechen/Ignorieren von Grundregeln mit Konsequenzen rechnen.
Seit ca. 25 Jahren verlieren mMn viele Mitmenschen grundlegende Werte und Regeln eines Gesprächs oder Diskurses dadurch, dass sie sich Jahre lang feige hinter einem digitalen Pseudonym verstecken und aus dieser Anonymität heraus Extremes verantwortungslos absondern. Nach und nach wird es mehr und mehr zum Lebensalltag und sickert auch peu-a-peu in die analoge Welt des/der Einzelnen ein, was sicherlich nicht zu einem “mehr” an sozialem Miteinander führen dürfte.
Das Internet ist für den Menschen der Gegenwart Segen und Untergang zugleich. Genau wie viele Objekte “positiv” und “negativ” eingesetzt werden können. Nehmen wir als Beispiel das Objekt “Messer”. Der Unterschied zwischen dem Internet und dem Messer ist, dass mich das Messer weder analysiert noch manipuliert. Ich habe die Kontrolle über das Messer, aber das Internet hat innerhalb weniger Jahre immer öfter die (un)bewusste Kontrolle über das Fühlen und Denken “des Menschen” erlangt.
Der Bogen zurück zum Ausgangspunkt:
Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie bei Zeiten den aktuellen Stand zu einem leider häufigen Folge-Effekt dem Irrglauben namens “Perfektionismus” im Kontext der Partnersuche beleuchten mögen.
Ich stimme Dir mit den Auswirkungen von “FB-Insta-YT-TT-Tindä-Co.” Ich glaube schon, dass diese Medien etwas unserem Erleben und unseren Einstellungen machen. Wir gewöhnen uns daran, dass alles ganz schnell, einfach und ohne Investment geht. Aber wir merken manchmal nicht mehr, dass die Schnelle und Einfache alles nur Zerrbilder dessen sind, was wir wirklich unter Begegnung verstehen. So ist das Internet in der Tat sowohl zum Segen als auch zum Fluch geworden und nun liegt es an uns, in welche Richtung esw sich für uns bewegt. Den Vorschlag greife ich gerne auf und werde demnächst einmal zusammentragen, was mir einfällt/in der Literatur erkennbar ist zum Thema Perfektionismus und Partnersuche/Beziehungsgestaltung.
Hallo,
ich schreibe mal keinen Roman, aber ich möchte meine Erfahrung teilen. Ich war jetzt ein Jahr hier angemeldet – mein erstes Mal auf Gleichklang – und leider bin ich ziemlich enttäuscht.
Ein Teil der Kritik kann ich aus technischer Sicht vollkommen nachvollziehen. Die Plattform fühlt sich veraltet an, und das betrifft nicht nur den Vergleich mit anderen Partnerbörsen (die sich eher an die breite Masse richten), sondern vor allem die Benutzerfreundlichkeit und die Möglichkeiten zur Kommunikation.
Was mir besonders fehlt: eine Aktivitätsanzeige und ein Online-Status. Die Oberfläche könnte viel intuitiver sein, und die Kommunikationswege sollten dringend verbessert werden. Ich bin da wohl nicht der Einzige – eine meiner ersten Gesprächspartnerinnen war aus genau diesem Grund so frustriert, dass sie irgendwann gar keine Lust mehr hatte zu schreiben. Das hat mich echt enttäuscht, denn sie war die erste Person, die mir überhaupt geantwortet hat. Und zack – weg war sie. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie, genau wie ich, die Plattform inzwischen verlassen hat.
Ob ich es nochmal versuche? Vielleicht. Aber ganz ehrlich: Für das, was hier geboten wird, ist der Preis einfach viel zu hoch. Und die Art der Vorschläge… na ja, das ist nochmal ein anderes Thema. Aber dazu kann man geteilter Meinung sein. Die technischen Probleme hingegen sind ein häufiger Kritikpunkt, über den im Netz viel diskutiert wird.
Schade, da wäre echt mehr drin.
Danke für Deine Bewertung. Natürlich kann ich die meisten Deiner Anmerkungen erst einmal nachvollziehen, habe aber eine andere Perspektive bezüglich einiger Deiner Aspekte:
– Online-Status: Das ist so ziemlich das Schlimmste, was angezeigt werden kann, wenn es um eine echte Partnersuche geht. Es ist aber absolut wichtig, wenn es um Unterhaltung und Chatten geht. Warum? Ist Online, aber schreibt mir nicht. Was macht er/sie Online, ist in Wirklichkeit nicht an mir interessiert, sondern spricht mit anderen? Solche Fragen treten auf, wenn der Online-Status angezeigt wird. Noch etwas: Gleichklang ist kein System, wo sich Mitglieder hochfrequent einloggen. Es gibt Mitglieder (z.B. Asexuelle, die nur andere Asexuelle suchen), die erhalten wenige Vorschläge pro Jahr (und haben doch sogar leicht überdurchschnittliche Vermittlungschancen!). Was macht da der Online-Status für einen Sinn? Wir haben im internationalen Dating-Vergleich mit 68 % enorm hohe Antwortraten auf Erstnachrichten. Das System ist nicht, mit jemanden in Kontakt zu treten, wenn die Perosn Online ist, sondern eine Nachricht zu schreiben, damit sie antworten kann. Außerdem wäre es ja nicht in Ordnung, irgendwen dazu zu zwingen, sich durch Anzeige des Online-Status quasi überwachen zu lassen. Es müsste also sowieso freiwillig sein und dadurch würde dann wieder Misstrauen gesäht (warum lässt er seinen Status nicht anzeigen?) oder aber diejenigen, die es nicht anzeigen lassen wollen, würden immer als offline interpretiert. Dein Beispiel zeigt nach m.E. erneut, dass vieles, was wir gerne als gesellige Benutzerfreundlichkeit haben, einem tatsächlichen Kennenlern- und Bindungsprozess zuwider läuft. Wir versuchen hier in gewisser Weise zumn Mainstream-Dating Kontrapunkte zu setzen und stoßen dabei eben auch auf Kritik, weil bestimmte Dinge einfach erwartet werden, selbst wenn sie schädlich sind.
– Kommunikationsmöglichkeiten: Weitere Funktionen wären Gamifizierungs-Elemente. Diese können tatsächlich die Lebendigkeit fördern, senken die Chancen auf eine echte Beziehungsentstehung aber ab.
– Ehrlich gesagt hört sich die Reaktion Deiner Gesprächspartnerin eher nach einer Ausrede an. Sie ist an einem echten Beziehungsaufbau interessiert und verschwindet, weil sie das Schreiben über die Nachrichten-Funktion zu aufwendig findet? Schwer vorstellbar. Entweder liegen andere Motive vor (z.B. Unterhaltung etc., die tatsächlich beim Online-Dating empirisch belegt sind), oder aber sie war in diesem Fall nicht an Dir interessiert, hat es aber nicht ehrlich gesagt.
– Die Vorschläge ergeben sich aus Deinen Merkmalen und Suchkriterien und sie haben tatsächlich eine bei weitem höhere potenzielle Kompatibilität als wenn nach Zufall ausgesucht werden würde. Woran machst Du hier Deine Kritik fest.
Gerne schaue ich mir einmal Dein Profil, wenn Du es bisher nicht gelöscht hast und dies möchtest. Denn wenn Du wirklich eine so geringe Antwortrate auf Erstnachrichten haben solltest (nur eine Person auf eine Nachricht von Dir geantwortet), dann könnten die Gründe im Profil liegen. Wobei ich dabei oft aber auch feststelle, dass in Wirklichkeit die eigene Erstnachrichtenquote extrem gering ist, was ungünstig ist, wenn sich nicht bereits eine Vertiefung ergeben hat.
Du kannst es gerne noch einmal bei uns versuchen, mit dem Rat, unsere Empfehlungen zum Kommunikationsverhalten umzusetzen, die auch in diesem Video erläutert werden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Du es erst einmal woanders versuchst (wenn Du dort Erfolg haben solltest, herzlichen Glückwunsch!) und danach zu uns zurückkommst. Wir sehen oft, dass dies ein sehr guter Weg ist, viele Missverständnisse ausräumen kann und sodann nicht selten zum Erfolg führt.